BIRKE, BIRKE...
(Вяроза, бяроза...)
Birke, Birke,
zweihundert Jahre rauschtest du,
es kam die Zeit
und du wurdest kahl.
Trockene Äste wie graue Haarsträhnen.
Jetzt stehst du, traurig den Kopf geneigt,
vergilbte Blätter flüstern ängstlich.
Wie eine alte Frau stehst du am Strassenrand.
Gedanken tauchen auf:
Birke, Birke,
einst warst du
klangvoll, schön,
rauschtest hoch im weissen Kleid,
tränktest die Leute mit wundertätigem Saft.
Rauschende Gewänder üppigen Geästs
verbanden oft Burschen und Mädchen.
Und siehe da, bei dir
wie bei einer guten Mutter,
erhoben sich kleine Birken.
Und wie die kleinen Mädchen
kleideten sie die Schultern in grüne Tücher,
liefen, liefen in die unendliche Ferne,
in Gruppen, einzeln und in geraden Reihen.
Davon, wie du lebst, plaudern sie mit den Winden.
Birke, Birke,
du Alte auf dem Feld,
dich vergisst man
selbst dergestalt nie.
Auch ich eile dich zu begrüssen,
so wie jedes Frühjahr der Storch zurückkehrt,
das Nest herrichtet, von den Jungen spricht...
Für uns bist du, Birke, die einzige auf der Welt!